Verstecke Gefahren: Diese Hinweise sprechen für Schadstoffe
- hchschwerin
- 12. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Altbauten strahlen oft Charme und Geschichte aus. Doch hinter Wänden, Decken, Treppenhäuser oder Böden können sich gefährliche Altlasten verbergen: Schadstoffe, die heute als gesundheits- und umweltgefährdend gelten.

Wer sanieren oder umbauen möchte oder sogar einen Abbruch plant, sollte typische Warnzeichen kennen. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf man achten sollte und warum professionelle Unterstützung entscheidend ist.
Warum sind Altbauten besonders von Schadstoffen betroffen?
Viele Baumaterialien, die bis in die 1980er- und frühen 1990er-Jahre verwendet wurden, enthalten heute als kritisch eingestufte Stoffe.
Dazu zählen:
Asbest in Dämmstoffen, Bodenbelägen, Dachplatten
Künstliche Mineralfasern (KMF) in alten Dämmungen
PCB in Fugendichtungen und Farben
PAK in Teerprodukten und Klebern
Diese Stoffe wurden aus damaliger Sicht als langlebig, isolierend oder feuerfest geschätzt, ohne Kenntnis ihrer später nachgewiesenen Risiken für Mensch und Umwelt.

Wenn Baumaterial zur schadstoffbelasteten Gefahr wird
Woran ist überhaupt erkennbar, dass ein Gebäude schadstoffbelastet ist? Hier sind typische Anhaltspunkte, bei denen Vorsicht geboten ist:
1. Baujahr vor 1995
Gebäude aus dieser Zeit enthalten häufig asbesthaltige Baustoffe oder schadstoffbelastete Materialien. Besonders kritisch: Umbauten aus der Nachkriegszeit oder DDR-Zeit.
2. Unbekannte Materialien oder Beschichtungen
Wellplatten auf Dach oder Fassade? Das könnte Asbest sein.
Schwarze Kleberreste unter alten Bodenbelägen? Diese können auf PAK-haltige Materialien hinweisen.
Dämmstoffe mit juckender, faseriger Struktur? Sie deuten häufig auf ältere, potenziell belastete Künstliche Mineralfasern hin
3. Sichtbare Schäden oder Zerfall
Bröckelnde Fugen, aufgeraute Oberflächen oder Risse können zur Faserfreisetzung führen und damit zur Gefahr für die Raumluft.
4. Verdächtige Gerüche beim Abbruch oder Bohren
Ein stechender Geruch beim Entfernen alter Beläge kann auf Lösungsmittel oder Schadstoffe hinweisen.
Gefahr auf den zweiten Blick: Warum Laien Schadstoffe oft übersehen
Für das ungeübte Auge sehen viele dieser Materialien harmlos aus. Asbestplatten wirken wie Beton. Alte Dämmungen unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum von moderner Dämmwolle. Doch der Unterschied liegt oft im Detail und in der chemischen Zusammensetzung.

Sicherheit durch professionelle Schadstoffprüfung
Bevor mit Bauarbeiten, dem Umbau oder Abbruch begonnen wird, sollte überprüft werden, ob eine Schadstoffsanierung erforderlich ist.
Dabei spielen folgende Aspekte eine wichtige Rolle:
✔️ Beprobung und Analyse verdächtiger Materialien
✔️ Erstellung eines Sanierungskonzepts nach TRGS 519 und 521
✔️ Rückbau, Demontage und Entsorgung nach vorgeschriebenem Sicherheitsstandard
Fazit: Wer Schadstoffe früh erkennt, saniert sicherer
Ein Verdacht auf Schadstoffe sollte nie ignoriert werden, weder aus Kostengründen noch aus Unwissenheit. Nur eine fachgerechte Bewertung und Sanierung schützt nachhaltig:
· die Gesundheit der Bewohner
· die Umwelt
· und die rechtliche Sicherheit als Eigentümer
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